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Jahresberichte der Selbsthilfe-Kontaktstelle Paderborn

Der Jahresbericht 2010 der Selbsthilfe-Kontaktstelle ist erschienen. Seit 2002 ist die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen 1. Ansprechpartner, wenn es um das Thema Selbsthilfe im Kreis Paderborn geht. Sie berät und informiert seit mehr als 8 Jahren die Interessierten Bürger und Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen zu allen Themen rund ums Thema Selbsthilfe. Sie unterstützt die bestehenden Selbsthilfegruppen mit vielen verschiedenen Angeboten. Fast 1.500 Anfragen selbsthilfeinteressierter Bürger und sozial medizinischer Fachkräfte konnten im letzten Jahr statistisch erfasst werden. 56% der Anfragen bezog sich auf die Suche nach einer bestehenden Selbsthilfegruppe, davon der größte Anteil zu Gruppen, die unter dem Oberbegriff „psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen“ zusammen gefasst werden können. Größten Anteil hatte hier eindeutig das Thema depressive Erkrankungen. Durch die intensive Öffentlichkeitsarbeit und die Veranstaltungen des Paderborner Bündnisses gegen Depression konnten viele Betroffene erreicht werden. Insgesamt wurden mit Unterstützung der Kontaktstelle 9 neue Selbsthilfegruppen gegründet. Insgesamt 5 Fortbildungsveranstaltungen für Selbsthilfegruppen und ehrenamtlich Tätige konnten 2010 organisiert und angeboten werden. Der mittlerweile traditionelle Selbsthilfetag im Juni war auch in diesem Jahr eines der Highlights, an denen sich die regionale Selbsthilfeszene den Bürgern präsentieren konnte. Immerhin treffen sich inzwischen fast 170 Selbsthilfegruppen im Kreis Paderborn in unterschiedlichem Rhythmus und an unterschiedlichen Orten zum Erfahrungsaustausch. Immer häufiger arbeiten auch Selbsthilfe und professionelle Einrichtungen zusammen, wenn es darum geht für Patienten die bestmögliche Beratung zu bieten und über die unterschiedlichsten Hilfsangebote zu informieren. Das NRW Projekt „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ist eines der fortlaufenden Projekte, das die Kontaktstelle unterstützt und begleitet. Immerhin finden 56 Prozent der Deutschen, dass Selbsthilfegruppen „manchmal wichtiger als Ärzte und Psychologen“ sind. Das ergab eine repräsentative Forsa-Studie im Auftrag der DAK. 87 Prozent halten den Erfahrungsaustausch von Betroffenen für besonders wichtig. Dies gelte vor allem bei psychischen Problemen wie Depressionen oder bei lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs.

 

 
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