Seite drucken   Sitemap   Mail an die Selbsthilfe-Kontaktstelle Paderborn   Hinweise zur Änderung der Schriftgröße  

Neugründungen und Gruppen im Aufbau

Angehörige von Menschen mit einer Borderline-Störung

Mit Unterstützung der Selbsthilfe-Kontaktstelle soll eine neue Gruppe für Angehörige von Menschen mit einer Borderline-Störung auf den Weg gebracht werden. Wer die Diagnose Borderline kennt, weiß um die Belastungen, die diese psychische Störung für die Angehörigen bedeuten kann. Die Borderline-Störung ist eine Störung der Psyche, die ganz anders ist, als andere psychische Störungen. Der Betroffene fühlt sich häufig wie zerrissen in sich selbst, er ist orientierungslos. Für Aussenstehende sind die emotionalen Reaktionen häufig nicht nachvollziehbar; Reizbarkeit, plötzliche Wutausbrüche bis hin zu selbstverletzendem Verhalten. Das Selbstbild und die Selbstwahrnehmung ist gestört. Soziale Beziehungen sind intensiv, wechseln aber häufig von Liebe in Hass und umgekehrt. Für die Angehörigen ist dieses Verhalten manchmal wie eine emotionale Achterbahnfahrt. Sie fühlen sich überfordert und die Irritationen können dazu führen, dass auch das eigene Selbstbild ins Wanken gerät.
Therapeutische Angebote für Angehörige gibt es kaum oder gar nicht. Hier kann eine Gruppe mit Gleichbetroffenen emotionale Unterstützung und Entlastung bieten. Informationen zum Krankheitsbild austauschen, gemeinsam Strategien entwickeln, die im Umgang mit den eigenen Gefühlen hilfreich sein können, oder einfach nur verständnisvolle Zuhörer finden; das sind Anliegen, die in der neuen Gruppe Raum finden können. Interessierte melden sich bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle.

Menschen mit Epilepsie und deren Angehörige

Mit Unterstützung der Selbsthilfe-Kontaktstelle Paderborn soll eine neue Gruppe für Menschen mit Epilepsie auf den Weg gebracht werden. Laut Experten ist jeder Hundertste betroffen. Charakteristisch für die Erkrankung ist der epileptische Anfall, der durch eine vorübergehende Funktionsstörung im Gehirn entsteht. Häufigkeit, Dauer von wenigen Sek. bis zu 2 Minuten und die Ausprägung sind unterschiedlich. Das Wissen über die Erkrankung ist wichtig, um sich angemessen zu verhalten, sowohl für die Betroffenen als auch für die Angehörigen und Freunde. Oft verschweigen die Betroffenen sogar ihre Erkrankung, um sich diesem Mangel an Kenntnis und den damit verbundenen Vorurteilen und Stigmatisierungen nicht auszusetzen. Das Gespräch ist aber wichtig, um sich mit der Erkrankung aktiv auseinanderzusetzen und damit wieder Lebensqualität (Anfallsfreiheit – Heilung) erreichen zu können. Um sich über diese und andere Themen auszutauschen, soll nun eine neue Gruppe für Betroffene und Angehörige auf den Weg gebracht werden. In geschütztem Raum können die eigenen Erfahrungen mit anderen ausgetauscht werden, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Neue Gruppe für Menschen, die eine Knochenmark- oder Stammzellentransplantation hinter sich haben

Nach den Strapazen einer KMT bzw. Stammzelltransplantation zur Überwindung einer lebensbedrohlichen Erkrankung stehen die Betroffenen oft neuen Herausforderungen gegenüber: chronische Müdigkeit (Fatique) oder Konzentrations-schwäche sind einige der typischen Merkmale der Auswirkungen von Chemo-Therapien und sind in vielen Gruppen „nach Krebs“ immer wieder ein Thema. Zusätzlich beginnt bei manchen Patienten nach KMT nach einiger Zeit die chronische Abstoßung (GvHD), die die Betroffenen über Jahre hinweg und vielleicht sogar lebenslänglich begleitet. Haut, Leber, Nieren, Augen, Bindegewebe etc. Manchmal sind mehrere Organe gleichzeitig betroffen; manchmal erfolgt die Abstoßung nacheinander und manchmal bleiben irreparable Schäden. Viele Medikamente sind notwendig, um ein gesundheitliches Gleichgewicht herzustellen. Die eigene Geduld wird zum Lebensinhalt und immer wieder auf die Probe gestellt. Gespräche mit Angehörigen und Freunden sind wichtig, stoßen aber an manchen Stellen auf Grenzen. Hier kann der Austausch mit Gleichbetroffenen eine wichtige Stütze und Ergänzung sein. Sich gegenseitig zuzuhören, sich zu unterstützen und Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern, das Gefühl nicht allein zu sein; das kann emotional sehr entlastend sein und helfen neue Lebensqualität zu erlangen. Interessierte melden sich bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle Paderborn unter Tel. 05251 – 878 29 60 oder per Email selbsthilfe-paderborn@paritaet-nrw.org

Neue Familiengruppe der Frauenselbsthilfe nach Krebs/Paderborn

Eine Krebserkrankung bedeutet immer einen schwerwiegenden Einschnitt in das ganze Leben des Erkrankten. Es sind nicht nur die Patienten selbst betroffenen, sondern die gesamte Familie. Die „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ Paderborn möchte mit Unterstützung der Selbsthilfe-Kontaktstelle Paderborn für betroffene Frauen eine zweite Gruppe anbieten, die auch die gesamte Familie mit einbezieht. In der Gruppe stehen Fragen und Anliegen der Betroffenen im Vordergrund, aber es soll auch Platz sein für den Partner und die Kinder.
Themen können sein: Auswirkungen der Erkrankung auf die Partnerschaft, Umgang mit den Kindern und auch eventuelle Unterstützungsangebote für Familien. Interessiertte melden bitte sich bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle Paderborn.

Angehörige von Demenzerkrankten

Mit Unterstützung der Selbsthilfe-Kontaktstelle soll eine neue Selbsthilfegruppe für Angehörige von Menschen mit einer Demenzerkrankung gegründet werden. Demenz betrifft nicht nur die, die erkrankt sind. Auch das Leben von Partnern, Kindern, Verwandten und engen Freunden verändert sich. Eine beginnende Demenz der/s Partnerin/ s ist für die Angehörigen oft schockierend und verbunden mit Ängsten, wie sich das Leben verändern wird, denn neben den Sorgen hat die Demenz auch praktische Folgen. Angehörige stehen oft unter dem Druck ihrer eigenen Ängste und möchten doch dem Erkrankten Mut und Kraft geben. Das ist sehr belastend und es gibt wenig Unterstützung.
Hier kann der Austausch mit anderen Angehörigen sicherlich eine Hilfe sein, sich einmal offen aussprechen zu können, Verständnis zu finden und daraus auch wieder Kraft und Mut zu schöpfen mit der Belastung und der neuen Lebenssituation umzugehen. Darüber hinaus ist der Informationsaustausch, wo man welche Hilfen bekommt, ein weiterer positiver Aspekt. Die Gruppe startet voraussichtlich Anfang November 2013 Interessierte können sich anmelden bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle.

 

 
Animationsfilm "Danke fürs Gespräch" [Mehr]
Hier finden Sie Selbsthilfegruppen, - organisationen und Selbsthilfe-Kontaktstellen in NRW [Mehr]
Wir sind Mitglied im Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen [Mehr]


 
top