Die Selbsthilfe-Kontaktstelle plant in Kooperation mit dem Bündnis Mediensucht Paderborn eine neue Gruppe für Mediensucht-Betroffene und eine für Angehörige auf den Weg zu bringen. Für viele Menschen ist das Thema sehr präsent in ihrem Alltag. Entweder durch eigene Betroffenheit oder als Angehöriger sehen sie sich mit einer neuen Suchtproblematik konfrontiert, die aber noch wenig professionelle Hilfsmöglichkeiten kennt.
Sicher gibt es verschiedene Hilfsangebote, aber der Austausch mit anderen Betroffenen oder Angehörigen, um auch gerade solche Informationen zu vermitteln ist zur Zeit noch nicht möglich, weil es in Paderborn noch keine aktive Gruppe mit diesem Thema gibt.
Das soll sich ändern. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle möchte die Betroffenen und Angehörigen zusammenführen und ermutigen, um auf diesem Weg gemeinsam nach Hilfen zu forschen und im Austausch miteinander emotionale Entlastung zu erfahren. Dadurch kann der Einzelne Unterstützung erfahren und die eigene Motivation stärken, um sich aktiv mit der Problematik auseinandersetzen zu können und neue Wege zu erschließen.
Eine neue Gruppe für Menschen mit essgestörtem Verhalten soll mit Unterstützung der Selbsthilfe-Kontaktstelle Paderborn gegründet werden. Die neue Gruppe will die Möglichkeit bieten, sich mit anderen betroffenen eher adipösen Menschen (oder auch Bing-Eating-Störung) auszutauschen. Das Ziel ist, sich gegenseitig Unterstützung und Motivation zur Überwindung des krankmachenden Essverhaltens zu geben und gemeinsam Strategien zu entwickeln, aus dem Teufelskreis von Essanfällen und damit einhergehendem gestörten Körperempfinden bis hin zu Selbstentwertungen, auszubrechen. Der Schwerpunkt soll in dieser Gruppe auf dem Austausch mit Gleichbetroffenen liegen, aber auch gemeinsame Unternehmungen wie z.B. sportliche Aktivitäten können sich ergeben. Von Zeit zu Zeit können auch Referenten eingeladen werden, die verschiedene Themen wie Ernährungsberatung oder therapeutische Maßnahmen behandeln und so zu einem vielseitigen Programm für die Gruppentreffen beitragen können. Die Treffen sollen in Bad Driburg stattfinden. Interessenten können sich anmelden im Selbsthilfe-Büro Kreis Höxter unter 05271 – 6941045 oder bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle Paderborn unter Tel. 05251 – 878 20 60.
Hochsensible nehmen viel mehr Informationen auf, sowohl von ihrer Umwelt als auch von sich selbst. Sie nehmen feine Einzelheiten in einem größeren Spektrum wahr. Merkmale für Hochsensibilität finden sich in Reizüberflutung wieder als auch in einer ausgeprägten Feinfühligkeit. Von der Umwelt wird diese besondere Veranlagung oft nicht erkannt oder wahrgenommen. Daraus kann für den Betroffenen eine gesellschaftliche Abseitsposition entstehen sowie auch psychische Beeinträchtigungen, wie z.B. Interessenverlust, Dissoziation, Depressionen. Nicht selten erleben die Betroffenen auch falsche ärztliche Diagnosen und Behandlungen sowie gezielt provokative Beleidigungen als Reaktion ihrer leichten Verletzbarkeit/ Feinfühligkeit. Die Gruppe soll einen Raum bieten für Gespräche und Erfahrungsaustausch rund um das Thema Hochsensible Menschen.
Mit Unterstützung der Selbsthilfe-Kontaktstelle soll im Januar eine neue Gruppe für Eltern von psychisch erkrankten und/ oder verhaltensauffälligen Kindern/ Jugendlichen auf den Weg gebracht werden. Laut Aussage der Stiftung für psychische Gesundheit von Kindern ist mittlerweile jedes 5. Kind in Deutschland stark gefährdet oder bereits erkrankt an einer psychischen Störung oder Verhaltensauffälligkeit. Auch Jugendliche und junge Erwachsene sind betroffen und manchmal ist die Diagnose nicht klar zu stellen oder verändert sich nach den jeweilig behandelnden Ärzten. Eltern stehen oft hilflos in dieser Situation und finden keine oder wenig Unterstützung oder Gesprächspartner, die ihnen Handlungsmöglichkeiten aufzeigen können. Vielfache neue Probleme entstehen, wenn die Kinder bereits erwachsen sind und Zuständigkeiten nicht klar sind, sei es für die berufliche Orientierung oder Rehabilitationsmaßnahmen. Diese und andere Fragen sollen in der neuen Gruppe thematisiert werden können. Hier kann der Austausch mit anderen betroffenen Eltern eine wertvolle Hilfe sein. Sich austauschen, gegenseitig informieren, unterstützen und Halt geben, das sind die erklärten Ziele. Dabei soll der Focus sowohl im Umgang mit der Erkrankung des Kindes stehen, als auch Raum bieten die eigenen Gefühle der Ohnmacht im geschützten Rahmen aussprechen zu können. Allein das kann entlastend wirken. Starten wird die Gruppe voraussichtlich im Januar 2013.
Mit Unterstützung der Selbsthilfe-Kontaktstelle soll eine neue Selbsthilfegruppe für Betroffene von Zwangsgedanken auf den Weg gebracht werden. Zwangsgedanken sind Gedanken und Gefühle, die sich gegen den Willen des Betroffenen immer wieder aufdrängen und immer negativer Natur sind. Die Angst z.B. aggressive Gedanken in die Tat umzusetzen, führen zu Schuldgefühlen als sei es Realität. Das ist für die Betroffenen sehr quälend, weil die Gedanken mit der Sorge verbunden sind, sich unentschuldbar zu verhalten und anderen und sich selbst zu schaden. Die Tendenz die Gedanken zu unterdrücken führt eher zum Gegenteil. Der Leidensdruck ist groß, trotzdem suchen Betroffene lange keine Hilfe. Jetzt möchte eine Betroffene, die an dieser Störung leidet, eine neue Selbsthilfegruppe gründen. Durch den Austausch mit anderen Betroffenen kann der Einzelne eine Entlastung erfahren. Gemeinsam Strategien entwickeln, therapeutische Hilfen besprechen, all das kann helfen die Isolation zu überwinden und wieder neue Lebensqualität zu finden. Interessierte melden sich bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle.